Studio für Coaching und Mediation

Anita Lang

Kurztherapie

Entwicklung  der Integrierten Kurztherapie

Wie hat sich die Integrierte Kurztherapie entwickelt?

Die moderne Psychotherapie entwickelte sich in den 80er Jahren durch die Kurztherapeuten Steve de Shazer, Richard Bandler und John Grinder. De Shazer studierte die Therapien Ericksons. Bandler und Grinder fanden heraus, wie die damals berühmten Psychotherapeuten Frederik Perls, Eric Berne, Virginia Sartir und Milton Erickson arbeiteten.

Milton H. Erickson entwickelte die Systemische Therapie, De Shazer später die lösungsorientierte Kurztherapie  und  John Bandler das Fortgeschrittene NLP.
Sie arbeiteten zusammen im BFTC (BriefFamilyTherapyCenter) in Milwaukee.
D. Friedmann entwickelte die Systemische Therapie von Erickson um die drei eigengesetzlichen Lebensbereiche Erkennnen, Handeln und Beziehung weiter und fügte die o.e. drei Therapiearten zur Integrierten Kurztherapie zusammen.
„Alle drei Teile zusammen, stimmig im Ganzen“.
Alle drei Kurztherapien haben eines gemeinsam. Sie arbeiten auf der Organisationsebene des Erlebens und nicht auf der Inhaltsebene wie frühere Psychotherapien.
Das macht sie schnell und erfolgreich.

 

Integrierte Kurztherapie ist ein umfassendes Modell. Es bezieht sich auf eine bestimmte Denkweise, eine bestimmte Art mit KlientINnen zu sprechen und eine bestimmte Art Lösungen gemeinsam zu kreieren. Sie ist weder eine Sammlung noch Anleitung von Techniken; sie spiegelt vielmehr grundlegend Annahmen über Änderungen, Interaktion und das Erreichen von Zielen wieder. (Walter/Peller).

Es sind drei Lebensbereiche, die ihre Eigengesetzlichkeit haben.
Erkennen – Beziehungsverhalten – Handeln. Oder nach der alten Dreiteilung
Kopf – Herz – Hand oder Denken – Fühlen – Wollen.

Das Handwerkszeug der Integrierten Kurztherapie passt genau auf das jeweilige Problem und den Lösungsprozess der KlientIN.
Es gibt Probleme, die eine energetische und nicht eine mentale Intervention benötigen ( Erickson/Friedmann).

Die Integrierte Kurztherapie geht von folgender Fragestellung aus;
Welche Methode eignet sich am Besten für welche Person, für welches Thema und für welchen Lösungsprozess?
Von der KlientIN und ihrem Problem aus gedacht;
Welches therapeutische Vorgehen passt zu ihrer Persönlichkeit, zu ihrem Problem und unterstützt am wirksamsten den Lösungsprozess?

Jedem Problemfeld steht ein spezielles Konzept zur Verfügung.
Beziehungsproblemen  wird energetisch, Handlungsproblemen  mental und Erkenntnis- und Identitätsproblemen  emotional begegnet. D.h., dass für jedes Problemfeld ein spezielles Konzept zur Verfügung steht.
Beziehungsprobleme sind systemisch, Handlungsprobleme lösungsorientiert, Erkenntnis- und Identitätsprobleme mit Fortgeschrittenem NLP anzugehen.

Die Wirksamkeit der  genannten Kurztherapien lässt sich wesentlich steigern, wenn man sie integriert anwendet.
Alle drei Teile zusammen, stimmig im Ganzen.

 

Systemische Kurztherapie (M.H.Erickson)

Die Grundannahme der Systemischen Kurztherapie ist, dass durch innere und äussere Haltungsänderung Veränderungen in der Interaktion herbeigeführt werden. Der Zweck ist, dass sich dadurch Probleme von selbst lösen.
Systemische Kurztherapie, nicht zu verwechseln mit der Systemischen Familientherapie (Mailänder Modell, Mental Research Institute in PaloAlto, Kalifornien) ist paradox und interaktional. Sie arbeitet lösungsorientiert und paradox, psychisch auf der energetischen und interaktional auf der Verhaltensebene.

Techniken: Pacen, das Gute des Schlechten, paradoxe Interventionen,            
                   Musterunterbrechung, TIT for TAT(Gleiches mit Gleichem positiv),
                   Symptomverschreibung, Veränderung einer Sichtweise

 

Die Integrierte Kurztherapie ( D. Friedmann )

 

Die Integrierte Kurztherapie geht von einfachen  Grundsätzen aus, wie: 

      
„ Menschen haben alles, was sie brauchen, um ihre Probleme zu lösen“,  oder:
„ wenn etwas funktioniert, mach mehr davon“ oder, „wenn etwas nicht  funktioniert mach etwas anderes.“       

Zitat Friedmann: „ SIE SETZT KONSEQUENT AUF DIE LÖSUNGSKOMPETENZ DES KLIENTEN. DAS KLINGT SEHR EINFACH UND DOCH TUN SICH MANCHE SCHWER DAMIT.
DENN ES ERFORDERT VERTRAUEN IN DIE FÄHIGKEITEN DER KLIENTEN IHRE LÖSUNGEN SELBST ZU ENTDECKEN UND ZU REALISIEREN UND DIE BESCHEIDENHEIT, SICH ALS THERAPEUT ODER TRAINER ZURÜCKNEHMEN ZU KÖNNEN.“

 

Die drei eigengesetzlichen Lebensbereiche

Die Eigengesetzlichkeit der drei Lebensbereiche       Beziehung, Erkennen, Handeln.

Nachdem man in der Kurztherapie diese Gesetzmässigkeiten erfasst hatte konnten ganz gezielt Strategien entwickelt werden (De Shazer „Wege der erfolgreichen Kurztherapie) um Veränderungen zu initiieren.
Das sind entweder Interventionen,die, wie in der lösungsorientierten Therapie, zuerst einmal Bewusstsein verändern  indem man sich neue Ziele setzt, die eigene Lösungskompetenz oder Das Gute des Schlechten  ( Perls , Gestalttherapie) einer Situation erkennt oder Interventionen wie in der Systemischen Therapie ( Erickson ) , die nach bestimmten methodischen Regeln direkt innere und äussere Haltungsänderungen einleitet.
Dies wird unterstützt durch unsere Psyche die sich auf die Eigengesetzlichkeiten der drei Ichs ( oder wie die Transaktionsanalyse nach Berne formuliert , die drei Ich-Zustände) einstellt.

Aus diesen drei Eigengesetzlichkeiten ergeben sich nach Friedmann drei Charakter- oder Persönlichkeitstypen. Sie haben unterschiedliche Eigenschaften und Fähigkeiten, Sie haben ihre typischen Störungen, ihre typischen Wege zu psychischer Gesundheit und Persönlichkeitsentwicklung.

Man gewinnt mit diesem Konzept der drei eigengesetzlichen Lebensbereiche eine typographische Landkarte der menschlichen Psyche und Wirklichkeit.

Es haben sich die Bezeichnungen Erkenntnis-Ich, Handlungs-Ich und Beziehungs-Ich bewährt oder Friedmann spricht vom Sach-Typ, Handlungs-Typ und Beziehungs-Typ. Daraus ergeben sich vier Persönlichkeitstypen mit ihren eigenen Merkmalen.
Der ruhige-legere Sachtyp, der ordentlich-kraftvolle Handlungstyp, der kontrolliert-dynamische Beziehungstyp1 und der liebenswürdig-lebendige Beziehungstyp 2.

Zitat Friedmann:“Diese Bezeichnungen beschreiben die noch wenig entwickelten Ausgangspersönlichkeiten, die noch weitgehend von ihrem Persönlichkeitsbereich geprägt werden../.../..diese Bezeichnungen werden auch beibehalten für die entwickelten Persönlichkeiten, obwohl für diese die nachfolgenden Lebensthemen einen immer grösseren Stellenwert gewinnen.../...diese sind für den Sachtyp das Handeln, für den Handlungstyp die Beziehung und für den Beziehungstyp das Erkennen.“
Wenn man sich nur von den Benennungen Beziehungs-, Sach- oder Handlungstyp leiten lässt, kann man sich leicht falsch einordnen, denn ein entwickelter Typ wird sich eher im Bereich seiner Schlüsselfähigkeiten einordnen, die sind:

beim Beziehungstyp das Erkennen, beim Handlungstyp die Beziehung und beim Sachtyp das Handeln.

 

Fortgeschrittenes NLP (R. Bandler)

 

Die Grundannahme des Fortgeschrittenen NLP ist, dass die Veränderung des subjektiven Erlebens Lösungen initiiert.
Die eigentliche Stärke des Fortgeschrittenen NLP liegt darin einschränkende Programme zu ermitteln und diese zu verändern. Dies geschieht über den Weg der Submodalitäten, die unser Erleben bestimmen; diese sind visuelle, kinästhetische und auditive Ebenen.
Der Zeck des Fortgeschrittenen NLP ist nach Friedmann die Last der Vergangenheit abzuwerfen.

Techniken: Swish, Glaubenssätze, Anker.

 

 

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